Blaue Blume

Der Lauf zur Blauen Blume ist ein Duathlon-Staffelwettbewerb. Die Teams können aus 2 bis 4 Personen bestehen, einer muss laufen, die anderen fahren Rad. Empfehlenswert sind Mountainbikes, Rennräder sind ungeeignet. Wechseln kann jedes Team wie es möchte. Einzelläufer sind auch zugelassen. Die Schnellsten brauchen ca. 3 Stunden, auch nach über 4 Stunden gibt es im Ziel noch Leckeres. Die Strecke ist reichlich 40 km lang und ordentlich profiliert.

 

Historisches zum Lauf zur „Blauen Blume“

Die blaue Blume ist ein zentrales Symbol der Romantik. Sie steht für Sehnsucht und Liebe und für das metaphysische Streben nach dem Unendlichen. Doch damit hat der Lauf nur ganz entfernt zu tun:

Der Gedanke zu einem Laufwettkampf von Dresden nach Freiberg entstand, wie soll es anders sein, während eines gemeinsamen Trainingslaufes. Der Freiberger Mark Hoffmann und der Dresdner Bernd Hoche, Studienfreunde, Laufpartner und gemeinsame Freunde der Chefin des Freiberger Restaurants „Blaue Blume“, liefen gemeinsam durch dem Eutschützer Grund zur Goldenen Höhe und waren somit schon in Richtung Freiberg unterwegs.

„Eigentlich müsste man die Strecke mal laufen!“ war die erste noch rein hypothetische Bemerkung. Dann ergab sich eines nach dem anderen fast von selbst. „Wir laufen zur Jule!“ Und so war auch schon der Name gefunden: „Lauf zur Blauen Blume“.

Umgesetzt wurde der Gedanke dann im Rahmen einer Projektarbeit, die Anne – Bernds Tochter – bearbeitete. Gemeinsam wurden Landkarten gekauft und darauf eine potentielle Route ausgesucht. Diese wurde mit dem Rad abgefahren und vielfach abgeändert.

Das Ergebnis war eine anspruchsvolle und wunderschöne 42,6 km lange Strecke, die über Felder, durch Wälder und auch auf ca. 5 km Straße verläuft.

Anne erstellte gemeinsam mit Bernd eine Ausschreibung für einen Wettkampf, unterteilt nach Einzel- und Staffelkonkurrenz. In den Staffeln sollten maximal 4 Starter zugelassen werden, der jeweilige Läufer wird von seinen Teamkameraden die ganze Zeit begleitet.

Es wurde ein Verteiler der potentiellen Starter erstellt und diesen die Ausschreibung mit dem Meldeformular zugesandt. Helfer mussten gefunden und die Startnummern entworfen werden.

Die Resonanz auf die Idee war so gut, dass sich schon beim ersten Mal über 30 Starter auf den Weg zur „Blauen Blume“ machten.

Unterwegs gab es eine Menge Streckenposten, die die Starter anfeuerten und verpflegten. Die Jule erwartete die Läufer in Freiberg mit Erfrischungen, lecker zubereiten Broten und Kuchen. Die ersten Sieger des „Laufes zur Blauen Blume“ waren Andrea und Tilo Heschel. Sie konnten sich gegen die „Erfinder“ des Laufes Mark Hoffmann und Bernd Hoche, die Zweite wurden, durchsetzen.

Den beiden war im Ziel gar nicht wohl, denn die Strecke stellte sich beim Wettkampf selbst als wesentlich anspruchsvoller heraus als vorher gedacht. Erst als dann alle Teams, glücklich und freudig erschöpft, im Ziel waren löste sich diese Anspannung in dem Bewusstsein, dass dieser Lauf für alle, Schnellläufer und sogar untrainierte Hobbysportler, ein Erlebnis ist.

Leider gibt es ab dem dritten Lauf zu „Blauen Blume“ das namensgebende Restaurant in der gewohnten und geliebten Form unter Leitung der Jule nicht mehr. Aber da der Donatsturm mit unserem Zielbogen und gleich daneben das Hotel „Blaue Blume“ noch da sind werden wir weiter gern zur „Blauen Blume“ laufen.

Bernd Hoche

Der Wille zum Sieg ist wichtig, aber der Wille zur Vorbereitung ist entscheidend! Joseph Vincent Paterno

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