die Brocken Challenge ruft

#bccalling – die Brocken Challenge ruft – war das Motto dieses ausgiebigen Winterausfluges:
Holger, ich (Nolle) und der Rest der Trailbande, die wir uns die Teilnahme an der diesjährigen Brocken-Challenge zum Ziel gesetzt haben, rückten vergangenen Samstag aus um Form und Equipment im Schnee zu testen.
Organisator Uwe freute sich riesig, dass es stets gelang für jede verrückte Idee Mitstreiter zu finden. Er wollte die Hohe Tour (http://elbsandsteinfotografen.de/index.php/wanderung-blog-neu/114-skilauf-hohe-tour), eine Skitour über 56km von Altenberg nach Schöna, zu Fuß bewältigen. In Trailschuhen versteht sich. Also stiegen wir um 6:28 Uhr am Dresdner Hbf in den Bus nach Altenberg.

Eine reichliche Stunde später setzten sich sieben vermummte Michelin-Männchen bei ausgiebigem Schneefall in Bewegung.
Schnee gesucht, Schnee gefunden.
Die ersten knapp 20km bewältigten wir auf meist unbefestigten Wegen, auf 4km davon versanken wir teils knietief in der weißen Pracht. Bei km14 kamen wir am Mückentürmchen (http://www.komarivizka.eu/de/) an, wo tatsächlich schon heißer Tee und Suppe bereit stand. Der Wirt fragte, wo unsere Ski seien. „Wir sind zu Fuß. Wir Laufen.“
„Wie weit?“
„56km.“
Schweigen.
„Wie bitte?“
„56km.“
Schweigen.
„Was ist das?“
„Bekloppt!“
Grinsen.
Auch nach der Rast ging es direkt weiter durch den tiefen Schnee. Knietief. Dort haben wir einiges an Kraft und noch mehr Nerven gelassen. (Nun ja. Speziell ich.) Als wir in Adolfov (ca. km20) endlich auf eine Straße treffen, beschließen wir einstimmig diese weiter bis nach Tisa zu nehmen, um das Vorankommen zumindest geringfügig zu beschleunigen. Hier war aber bereits ganz deutlich zu spüren, dass wir (Nun ja. Speziell ich.) schon ordentlich Körner gelassen hatten. Aus Verzweiflung legte ich die Schneeketten (YakTraks) an und schlürfte weiter. Und kontinuierlich auch meinen Tee -mit viel Honig- aus der Trinkblase. Es ging schleppend, aber voran. Eine winzige „burkhardtsche Abkürzung“ (durch den Tiefschnee versteht sich) 3km vor dem Mittagspausenziel musste dann allerdings doch noch sein.
Nach 30km erreichten wir Tisa.
Unendliche 3km, viele kleine Dorfkneipen und einen winzigen Hysterieanfall später standen wir auch endlich vor der Touristicka chata (http://turistickachatatisa.cz). Nach nunmehr fünf Stunden im Schnee hatte ich nichts im Kopf als ein großes Radler und eine schöne heiße Schokolade. Und Nudeln. Und Palatschinken. Aber bitte mit Sahne.
Ziel für heute erreicht – wenn auch nicht in Schöna.
Schneetest ✔
Kältetest ✔
Equipmenttest ✔
Dass das Teamwork funktioniert, wussten wir bereits aus Erfahrung – hat sich trotzdem erneut bestens bewährt und bewiesen ✔ (DANKE JUNGS!!!)
Wir haben nicht gefroren. Wir haben viel gelacht. Nur ab und zu geflucht. Wir waren lange unterwegs, draußen im Schnee. ✔
Trainingsauftrag erfüllt. ✔
Einmal im Warmen und in frischen, trockenen Klamotten (aus dem Rucksack) war für mich schnell klar: Schluss für heute. Die Möglichkeit hier oder an zwei weiteren Punkten, aufzuhören hatte Uwe von Beginn an angeboten und eingeplant. Für heute waren alle Aufgaben erfüllt und mich plagte schon einige Kilometer ein leichtes undefinierbares Ziehen am Oberschenkel. Das wollte ich nicht weiter schüren, die Beinchen brauch ich doch frisch zur Brocken Challenge 😉
Drei von den Jungs hingen im Anschluss tatsächlich noch weitere 17km dran. HUT AB!
Schöna erobern wir dann eben ein anderes Mal.
Jetzt aber erst mal den Brocken!
Danke nochmals an Uwe für die spitzen Orga!

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(C) Bilder: gretelpics (Christian Gertel)


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War der Lauf nicht dein Freund, war er dein Lehrer. Ilona Schlegel

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