Gutenberg – Marathon Mainz 2017

Mainz ist eher bekannt für Fasching und den Erfinder des Buchdrucks Gutenberg als für Marathon, dabei ist es eine recht große Veranstaltung mit vielen Wettbewerben und über 10.000 Teilnehmern.

Die Finisher-Zahl des Hauptlaufes ist in den letzten 3 Jahren unter 1000 gesunken. Das heißt auf der ersten, der beiden teilweise verschiedenen Runden war es recht voll, danach wurde es einsamer. Läuferwetter, 14 Grad Nieselregen, kein Wind. Durch das schöne Stadtzentrum läuft man mehrfach und immer wieder in die Außenbezirke, einmal über den Rhein nach Hessen.

Die Stimmung ist gut, die Organisation perfekt.

Nach dem New York Marathon ist eine Steigerung nicht mehr möglich. Das Motivieren wird da schon eher zum Problem. Nach 6-wöchiger verletzungsbedingter Laufpause im Winter entschied ich mich es wieder anzugehen. Da liebe Freunde in der Nähe von Mainz wohnen meldete ich mich dort an.

Am Start überlegt man ja, welches Tempo man angeht.

Im Konfettiregen ging es los.

Ich probierte es wie meistens mit 5 min/km, zur Hälfte merkte ich, dass ich das Tempo nicht ganz durchhalten kann, war dann mit den 3 Stunden 38 Minuten Platz 217 voll zufrieden und glücklich im Ziel. In meinem Alter muss man nicht mehr schneller werden, sondern freut sich, dass es immer noch problemlos läuft.

Auf der Strecke bellte immer mal der innere Schweinehund, doch der wurde absolut von den anfeuernden Fans übertönt.

Das hilft ungemein und spornt an. Die Anstrengung rückt in den Hintergrund, die Erinnerung an die Endorphinausschüttung und der Stolz bleiben und so wird dies wohl nicht der letzte Marathon gewesen sein.

Reinhard


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„Laufen ist ein Naturheilmittel, eine natürliche Droge und der gesündeste Weg der Stresskompensation.“ Herbert Steffney

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