Laufen in Lissabon und Leipzig

Ich verbinde ja gerne Marathonläufe mit Reisen. Manchmal passt es aber terminlich schlecht. So war der Lissaboner Halbmarathon gerade vorbei, als wir in den Osterferien die sehr schöne Stadt besuchten. Es muss ja nicht immer ein Wettkampf sein. Man kann dort auch so wunderbar am Ufer des Tejo laufen. Von der Altstadt sind häufig Läufer unterwegs in Richtung Belem. Zu sehen gibt es da eine ganze Menge:

Zuerst läuft man über den von Palästen umgebenen Platz Praça do Comércio

Lissabon 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nach 4 km unter der Brücke des 25. April (Ponte 25 de Abril), die mich an die Golden Gate Bridge erinnert

Lissabon 2

 

 

 

 

 

 

vorbei geht es am Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos

Lissabon 3

 

 

 

 

 

 

und dem Hieronymuskloster in Belem (Unesco-Welterbe), dem man unbedingt noch einen Extrabesuch abstatten sollte, um u.a. den Kreuzgang zu bewundern.

Lissabon 4

 

 

 

 

 

 

Nicht mehr weit ist es bis zu dem ebenfalls zum Welterbe gehörenden Torre de Belém

Lissabon 5

 

 

 

 

 

 

Ein guter Punkt um umzukehren und die 7 km zurück zu laufen, jetzt hat man meist Rückenwind vom Atlantik. Optimale Laufbedingungen zu Ostern, 10 – 15 Grad, sonnig.

Lissabon 6

 

 

 

 

 

 

  1. Leipzig-Marathon

Es wurde in diesem Frühjahr dann also keine Marathonreise sondern ein Sonntagsausflug nach Leipzig. Die Anreise war bedingt durch Umleitungen etwas hektisch, aber dann auf dem Gelände der ehemaligen DHfK, der ehemaligen Kaderschmiede des ostdeutschen Spitzensports,  bin ich ganz locker vor dem Start. Die großzügige 50-er Jahre Architektur und die SportlerInnenplastiken haben ihren Reiz.

Leipzig 1

 

 

 

 

 

 

 

 

Marathonstart ist vor der jetzigen Red-Bull-Arena. Es ist ziemlich kalt 6°C, etwas windig, aber die Sonne schaut häufig zwischen den Wolken hervor und wärmt etwas.Von Regenschauern bleiben wir zum Glück den ganzen Tag verschont.

Leipzig 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Start ist 10 Uhr, ich fühle mich gut und versuche so lange wie möglich im Tempo von 4:50 min pro Kilometer zu laufen, was ich auch über 30 km durchhalte. Zwei Runden sind zu laufen, am Reichsgerichtsgebäude und Rathaus vorbei, über den Ring und Augustusplatz durchs Graphische Viertel, zur alten Messe, Völkerschlachtdenkmal nach Probstheida, beim MDR vorbei nach Connewitz. Sehr gefreut habe ich mich, dass mich dort, bei den für Zuschauer nicht so angenehmen Bedingungen, ein Bekannter mit Familie anfeuerte.

Leipzig 3

 

 

 

 

 

Leipzig 4

 

 

 

 

 

 

Am Rande des Auenwalds geht es vorbei nach Plagwitz und dann ist man bald wieder am Sportforum. Während der zweiten Runde habe ich dann nicht mehr ganz so viel auf die Gegend geschaut sondern mehr nach innen. Aber wie man die Probleme mit dem Mann mit dem Hammer, dem inneren Schweinehund und schweren Beinen überwindet, weiß ich inzwischen ganz gut. Wie immer werde ich zum Schluss etwas langsamer 1:41 h für die erst 1:46 h für die zweite Runde, so reicht es wieder für eine Zeit unter 3:30 h. Die Stimmung  und Verpflegung an der Strecke und die Zielversorgung sind sehr gut. Im Ziel scheint in jeder Hinsicht die Sonne.

Leipzig 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Euer Reinhard

 


7 Antworten zu “Laufen in Lissabon und Leipzig”

  1. Brigitte sagt:

    Hallo,

    toller Bericht. Ich bin bei meiner letzten Lissabon Reise Deine Laufstrecke nach Belém mit dem Fahrrad gefahren. Die Infos dazu hatte ich von hier http://www.portugal-reiseinfo.de/lissabon/sightseeing/fahrradtour_radwege/fahrradtour_mieten.htm und Deiner Seite.

    Danke

  2. Ute sagt:

    Guten Morgen, es ist schön, Deine Berichte zu lesen und man freut sich über die Zufriedenheit, die sie atmen: Deins gefunden zu haben. Die kleine erfrischende Aufregung, die sich dann in eine gute Lauferfahrung auflöst, geht ein bisschen über auf mich, die ich das lese. Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du das noch oft so positiv erleben kannst.

    Lissabon hat mich besonders gefreut, weil wir vorvoriges Jahr dort waren und sich durch solch eine Beschreibung die Erinnerungen anfeuern lassen. Ich fand ja auch den Friedhof der Freuden toll, den wir auf den Spuren von Nachtzug nach L. aufsuchten – bestimmt habt Ihr die Atmosphäre dort auch inhaliert, wenn auch gemächlichen Spazierschrittes… Grüße auch an D.! http://www.meinlissabon.net/2014/09/der-friedhof-der-freuden.html

  3. Ralf sagt:

    Naja, die Zeit ist doch trotzdem vorzeigbar und du bist doch noch jung. 🙂

  4. Uwe Reinhardt sagt:

    Super und meinen herzlichsten Glückwunsch :-)! Super Leistung, tolle Zeit!
    Uwe

  5. Gunder sagt:

    Ich bewundere unseren Helden ein weiteres Mal

  6. Micha sagt:

    Schöner Bericht, tolle Bilder und Hut ab vor diesen Zeiten !!!

  7. Andrea sagt:

    Schöner Bericht.
    Herzlichen Glückwunsch zum Sonntagsausflug – hat sich ja voll gelohnt! 😉

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War der Lauf nicht dein Freund, war er dein Lehrer. Ilona Schlegel

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