Monaco – Marathon 2004

Am Postplatz stiegen Claudia und Frank Tschirch, Angelika und Detlef Wecke, Jana Hensel, Suse Kühl und Petra Arnold in den Bus vom Laufsportladen.

Nach 17 Stunden Busfahrt haben wir unsere Hotelzimmer in San Remo bezogen und sind total groggy ins Bett gefallen. Das Hotel hatte außer uns (45 Personen aus Dresden und Chemnitz) keine anderen Gäste.

Monaco

Am Samstag gab es 7.30 Uhr Frühstück. Danach war noch ca. ½ Stunde Zeit, um einen kurzen Spaziergang an der Uferpromenade zu machen. Die Sonne lachte, es sollten noch über 20° Grad Celsius werden. Nach dem Spaziergang ging es mit einer Stadtführerin im Bus Richtung Nizza zu einer Stadtrundfahrt. Auf dem Gemüse- und Blumenmarkt von Nizza konnten wir endlich unsere Beine wieder bewegen. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus nach Monaco. Wir hielten am exotischen Garten, direkt neben dem Bus vom AC Monaco. Eigentlich haben wir uns weniger die Pflanzen angeguckt, viel mehr hatte man von dort einen wunderschönen Blick auf Monaco, sowohl auf die Altstadt, wo die Fürstenfamilie residiert, als auch auf den Zirkus, ein Stück der Formel- 1- Strecke, das Stadion von AC Monaco sowie auf Roger Moores Appartement. Am Beeindruckensten waren die -schon parkähnlichen- Anpflanzungen auf den Dächern.

Anschließend ging es zu Fuß durch die Altstadt. Wir sahen die Häuser von Prinzessin Caroline und Stephanie, gingen durch die Kathedrale, wo Grace Kelly beerdigt wurde und sahen eine Wachablösung am Palast.

Danach ging es wieder in den Bus. Im Tunnel der Formel- 1- Strecke mussten wir schnell aussteigen, mit dem Fahrstuhl ging es hoch zum Casino und dem Hotel de Paris.

Wir besuchten die Vorhalle des Casinos. Es ist mit dem Prunk in der Semperoper zu vergleichen.

Nun wurde es endlich Zeit unsere Startnummern im Stadion abzuholen. Suse gewann auf ihre Startnummer noch Verwöhnprodukte für ihren Körper.

Gegen 19 Uhr waren wir wieder im Hotel in San Remo. Zum Abendessen ging es in eine Pizzeria um die Ecke. Frank sicherte uns mit seinem Charme für den nächsten Abend wieder unseren Tisch.

In der folgenden Nacht, wurden alle von dem Sturm wach, der draußen tobte. Immer neue Böen kamen. Am Morgen hatte sich das Wetter beruhigt, immer noch blauer Himmel, aber kühler und windig.

Mit dem Bus ging es zum Stadion von Monte Carlo. Aufgrund von Staus rund ums Stadion kamen wir sehr knapp an und mussten hastig unsere Sachen abgeben. Rennend zum Shuttle erreichten wir den Startpunkt am Casino.

Den Startschuss gab Prinz Albert und auf ging es mit einer 5 km Schleife in Monte Carlo und noch einmal über die Startlinie.

Monaco

Monaco

Detlef, Claudia und Suse liefen zusammen, Frank alleine und die ersten 9 km lief ich mit Jana zusammen. Als vor uns die Gruppe mit dem Zeitläufer für 4:30 h auftauchte hing ich mich dran und Jana verabschiedete sich. Wir waren eine recht große Gruppe und viele Späße und Witze gingen am Anfang hin und her. Es kamen viele Steigungen und so ging es an der Küste erst nach Frankreich und dann nach Italien. Die Sonne brannte und der Wind war kühl, so dass kaum Schweiß lief und man nur eine Salzschicht im Gesicht spürte.

Ungefähr an der Halbmarathonmarke kam die Wende und es ging zurück. Ein herrliches Gefühl! Ca. bei km 27 liefen wir durch einen Jachthafen, eigentlich wollte ich mir auch eine aussuchen. Aber der Kampf ging los und auch unsere Gruppe zerfiel. Ab km 29 musste auch ich sie ziehen lassen und bei 1500 gestarteten Läufern wurde es jetzt ein Laufen mit mir und meinem Schweinehund.

Monaco

Monaco

Bei km 31,5 kam der vorher angekündigte Berg und ich ging die nächsten 5 km mehr als das ich lief und dann kam die lang ersehnte Kuppe und alles wurde noch schlimmer. Bis 1 ½ km vor dem Ziel ging es bergab! Ich wusste gar nicht, dass Bergablaufen so weh tun kann!

Endlich ging es nach Monte Carlo herein, durch den Tunnel, wo sonst Michael Schuhmacher langrast, an der Pool Position vorbei und dann geradeaus Richtung Stadion. Noch einen Anstieg ins Stadion und dann die letzte Runde und ich war im Ziel!

Zwar nicht mit meinen gewünschten 4:30 h, sondern mit 4:44:12, aber nach dem Höhenprofil war ich überglücklich! Rein in die Katakomben des Stadions, eine Toilette gesucht, was getrunken, geduscht und dann auf die Suche nach den Anderen. Jana fand ich sehr schnell, alle schwebten in höheren Gefilden.

Monaco

Im Stadion

Im Anschluss ging es zum Bus und wir besuchten noch ein Künstlerdorf zwischen Monaco und Nizza. Dort konnten wir noch mal auskosten, wie weh Treppenstufe tun können. Die Sonne ging unter und es wurde kalt. Ich fror wie ein junger Hund. 19 Uhr waren wir mit dem Bus zurück und auf ging`s in die Pizzeria! Am Vorabend bin ich von einer Portion nicht satt geworden und an diesem Abend habe ich nicht mal eine geschafft.

Nachdem den ersten die Augen zufielen, ging es ab ins Bett.

Am nächsten Morgen wurde um halb 7 gefrühstückt und nach 18 Stunden Busfahrt quälten wir uns 2.30 Uhr nachts am Postplatz aus dem Bus. Manch einer ist rückwärts ausgestiegen!

Auf neue 42,195 km, diesmal wieder in Berlin, und hoffentlich wieder mit neuer Bestzeit!

Petra Arnold


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der Wille zum Sieg ist wichtig, aber der Wille zur Vorbereitung ist entscheidend! Joseph Vincent Paterno

Letzte Beiträge

Suche