Stockholmmarathon 2012

Heja, Heja

Heja, heja- das sind die Anfeuerungsrufe der Schweden beim Marathon.
Zwei Jahre bin ich keinen Marathon mehr gelaufen und für mich stand fest, wenn es nochmal einer sein soll, dann nur ein Marathon mit vielen Zuschauern und in Verbindung mit einer Städtereise. So gab ich spontan im Oktober 2011 Thomas St. meine Zusage, ihn und Thomas H. und Andreas E. zu begleiten. In der Vorbereitungsphase absolvierten wir zusammen einige lange Läufe. Somit gut vorbereitet flogen wir von Berlin nach Stockholm und wohnten in einem netten Hostel unweit der Innenstadt und des Olympiastadions.


Donnerstag konnten wir Stockholm noch ohne Regen genießen. Nachdem es den ganzen Freitag geregnet hat und die Wetterprognose für den Marathon am Samstag auch nicht besser war, wollte ich nicht unbedingt nach einer Zielzeit laufen.
Der Start war für 12.00 Uhr angesetzt und nach einem ausgiebigen Frühstück begaben wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Olympiastadion und es regnete und regnete und hörte auch den ganzen Tag nicht auf. Schon relativ nass von unten und mit einer Mülltüte begleitet gingen wir zum Start. Die ersten Kilometer kämpfte ich mich etwas durch die Läufer und Pfützen und dann war mein Tempo gefunden und ich schaute auch mal nach links und rechts, um Stockholm im Regen zu betrachten. Entsprechend der Lufttemperatur von 6°C und bei Wind gefühlten 0°C konnte ich einige Wasser- und Verpflegungsstände auslassen. Die Hände wurden kälter und die Füße nasser. Trotzdem lief ich ein gleichmäßiges Tempo und es war nicht langweilig. Es standen viele Musikgruppen am Rand, ein Männerchor sang in der zweiten Runde noch ausdrucksvoller (wie heißt der Schnaps in Stockholm?) und die Zuschauer waren trotz des Regens zahlreich vertreten.
Nach Kilometer 30 fingen die Oberschenkel und die Füße an zu schmerzen. Ich schaute mir die Laufstile der anderen Marathonläufer an und dachte, den geht es auch nicht besser. Die letzten 3 Kilometer wollten gar nicht vergehen und ich verlor viel Zeit, so dass ich mit einer Endzeit von 4:06 in ein mit viel Zuschauern besetztes Olympiastadion einlief.
Völlig durchnässt und zitternd vor Kälte nahm ich den Kleiderbeutel und suchte meine Begleiter. Trotz des Wetters waren wir alle zufrieden mit unseren Zeiten und natürlich glücklich.

Fazit: ein sehr gut organisierter Marathon mit einer wundervollen Stadtkulisse, gut sortierten Verpflegungsständen auch im Zielbereich. Es waren schöne Tage und ich bedanke mich bei Thomas, Andreas, Thomas H.und seiner Familie für die schöne Zeit in Stockholm und allen Mitläufern in der Vorbereitungsphase.

Kerstin Zillich


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War der Lauf nicht dein Freund, war er dein Lehrer. Ilona Schlegel

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